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Grabenhäuser

Grabenhäuser liegen in Ulm entlang des Seelengrabens, der einst zur mittelalterlichen Stadtbefestigung gehörte. Kleine Häuser säumen dort die alte Stadtmauer.

Zwischen 1610 und 1630 entstanden sie als einfache Unterkünfte für Stadtsoldaten, die den Verteidigungsgraben überwachten. Nach dem Ende der Reichsstadtzeit gingen die Gebäude an Soldaten oder deren Witwen über. Küche, Wohnraum und Schlafzimmer bildeten meist die gesamte Wohnung, während mehrere Familien gemeinschaftliche Sanitärräume nutzten.

In den 1980er Jahren wurden die Häuser umfassend renoviert und restauriert. Heute verbinden sie weiterhin Wohnraum mit einer architektonischen Sehenswürdigkeit und umgeben sich mit malerischen Gärten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts trugen ihre Bewohner den Spitznamen „Grabenläuse“.

Stadt
Ulm
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