Chiesa di Santa Giulia
Die Chiesa di Santa Giulia entstand zwischen 1862 und 1866 nach Plänen des Ingenieurs Giovanni Battista Ferrante. Die Marchesa Giulia Colbert Falletti di Barolo finanzierte das Vorhaben.
Die neogotische Fassade zeigt drei Rosetten, marmorne Portale und vier Carrara-Statuen von Heiligen. Innen führen drei Schiffe zu einem Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes.
Hohe Pfeiler tragen Kreuzrippengewölbe mit einem ausgemalten Sternenhimmel. Drei große Glasfenster in der Apsis zeigen Martyrium und Verherrlichung der heiligen Giulia.
Holzarbeiten, Beichtstühle, Kanzel und Chorgestühl prägen die Ausstattung. Nahe dem Presbyterium erinnern Porträts von Carlo und Giulia Falletti sowie die Grabplatte an die Stifterin.
Die Vegezzi-Bossi-Orgel von 1901 besitzt zwei Manuale und eine pneumatische Traktur mit elektrischem Gebläse. Luftangriffe im Juli und August 1943 beschädigten Dach, Gewölbe, Fassade und Oratorium.
Die Kirche bewahrt neogotische Architektur, Stiftungs-, Musik- und Kriegsgeschichte. Der Zugang zur Kirche ist für Rollstuhlfahrer geeignet.
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