Stephanuskirche
Auf einer kleinen Anhöhe in der Weststadt steht die Stephanuskirche, deren fast siebenunddreißig Meter hoher Turm weithin sichtbar ist. Das langgestreckte Kirchenschiff erinnert an den Bug eines großen Schiffes und gibt dem modernen Bau seine markante Silhouette. Klare Linien und viel Glas prägen den schnörkellosen Entwurf, dessen Aussehen seit den Anfängen Diskussionen auslöst.
Eingeweiht am Stephanustag 1968, erinnert die Kirche an Stephanus, den ersten Märtyrer des Christentums. Am Eingang verbindet eine Inschrift von Ulrich Henn Liebe und Dienst mit dem Gedenken an die Opfer menschlicher Schuld im zwanzigsten Jahrhundert. Der von Anfang an formulierte Anspruch sozialer Verantwortung bedeutet hier, dass niemand wegen seiner Herkunft ausgeschlossen werden soll.
Friedensgebete, ökumenische Gottesdienste und musikalische Feiern machen den Raum zu einem Ort der Begegnung. Der Zugang ist rollstuhlgerecht, und eine induktive Höranlage hilft Besucherinnen und Besuchern mit Hörgeräten beim Verstehen. In der stillen Ecke halten fünf Gedenksteine vom Synagogenplatz die Erinnerung an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus wach.
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