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Klosterkirche

Die Klosterkirche entstand 1283 als dreischiffige Basilika des mächtigen Zisterzienserklosters. Erhalten sind das östliche Langhaus, das Querhaus, der Vierungsturm und der Chor.

Ihre Architektur verbindet romanische Formen mit gotischen Details und zeigt den Wandel über mehrere Jahrhunderte. Der achteckige Vierungsturm wurde zwischen 1407 und 1409 aufgesetzt. Sein durchbrochener Helm trägt vier handgeläutete Glocken und prägt die Silhouette der Kirche. Nach der Reformation von 1535 endete das Klosterleben. Für den Bau des benachbarten Schlosses wurde ein großer Teil des Langhauses abgetragen. Ein mächtiger Baum markiert den Ort des verlorenen Kirchenschiffs. Im Chor finden sich beschädigte mittelalterliche Wandmalereien, eine Schutzmantelmadonna, Votivbilder und ein Salvatorbild. Reste farbiger Glasfenster und Wappenscheiben erinnern an die Ausstattung des 14. Jahrhunderts. Die Stuckkanzel aus der Spätrenaissance zeigt Szenen aus dem Leben Christi und die vier Evangelisten. Conrad Wagner fertigte die kunstvollen Reliefs der Kanzel im späten 16. Jahrhundert. Die Orgel steht auf der Südempore und wechselte im Lauf der Jahrhunderte mehrfach ihren Platz. Die Klosterkirche ist für Menschen mit Rollstuhl barrierefrei zugänglich.

Stadt
Tübingen
Aktualisiert

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