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Klosterkirche

Die Klosterkirche bewahrt die östlichen Teile einer ehemaligen dreischiffigen Basilika des Zisterzienserklosters. Ihr Mauerwerk verbindet romanische Formen mit gotischen Details. Der achteckige Vierungsturm mit durchbrochenem Helm prägt die erhaltene Anlage und verweist auf die Baukunst des fünfzehnten Jahrhunderts. Er entstand zwischen 1407 und 1409 in dieser Gestalt. Nach der Reformation im Jahr 1535 verlor die Kirche große Teile ihres Langhauses an den Schlossbau. Ein mächtiger Baum steht dort, wo einst das Kirchenschiff lag. Im Chor zeigen sich mittelalterliche Wandmalereien, darunter Fragmente einer Schutzmantelmadonna und eines Christusbildes. Reste farbiger Glasfenster und Wappenscheiben erinnern an die Ausstattung des vierzehnten Jahrhunderts. Die kunstvolle Kanzel aus der Spätrenaissance trägt Reliefs mit Szenen aus dem Leben Christi und den vier Evangelisten. Conrad Wagner wird mit ihrer Ausführung im späten sechzehnten Jahrhundert verbunden. Eine Orgel steht auf der Südempore, und handgeläutete Glocken gehören zum achteckigen Turm. Der Ort ist barrierefrei zugänglich und verbindet Stein, Holz, Glas und religiöse Erinnerung.

By
Tübingen
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