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Steipe

Die Steipe prägt mit weißer gotischer Fassade, offenen Spitzbogenarkaden und gezackten Zinnen den Trierer Marktplatz. Vier Geschosse ruhen über kräftigen Steinsäulen in den offenen Arkaden. Diese Träger heißen Steipen und gaben dem Gebäude seinen Namen, während zwischen den Bögen vier Heiligenfiguren stehen. Jakobus der Ältere, Helena, Petrus und Paulus bewachen die Fassade. Zwei gepanzerte Ritterfiguren darüber richten ihre Blicke unterschiedlich auf Marktplatz und Dom. Ein Ritter hebt sein Visier hin zum Marktplatz. Der andere trägt ein geschlossenes Visier und legt die Hand ans Schwert.

Um 1430 entstand die Steipe als Festhaus für städtische Würdenträger und knüpfte an mittelalterliche Wohntürme an. Später diente sie als Rathaus, Hotel, Weinstube und Museum. Im Zweiten Weltkrieg blieb vom Gebäude nur der quadratische Treppenturm erhalten, bevor Bürgerinnen und Bürger den Wiederaufbau in den 1960er-Jahren finanzierten. Die Rekonstruktion bewahrte Farben, Arkaden und die Figuren als Kopien. Die Originale befinden sich im Stadtmuseum. Heute beherbergt die Steipe ein Café, ein Restaurant und ein Spielzeugmuseum. Jede Säule verbindet sichtbare Architektur mit der Geschichte der Stadt.

Stadt
Trier
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