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Sophie Hein

Der Stolperstein für Sophie Hein liegt bündig im Gehweg und verwandelt einen gewöhnlichen Schritt in einen Moment des Erinnerns. Die kleine Messingtafel ist kaum größer als eine Postkarte. Zwischen Pflastersteinen nennt sie einen Menschen, der hier einmal lebte und dessen Geschichte an diesen Ort zurückkehrt. Gunter Demnig entwickelte das europaweite Stolpersteine-Projekt. Die Steine liegen vor dem letzten selbst gewählten Wohnort von Menschen, die vom nationalsozialistischen Regime verfolgt wurden.

Die Inschrift nennt das Geburtsjahr 1865 und die Deportation im Jahr 1942. Treblinka bezeichnet den Ort, an dem ihr Leben gewaltsam endete. Der Gehweg wird dadurch zu einer kleinen Gedenkstätte mitten im Alltag. Beim Lesen verbindet sich der Name mit dem früheren Wohnort und den Jahreszahlen 1865 und 1942. Die Messingplatte bleibt klein, doch sie trägt Geburtsjahr, Deportationsjahr und Treblinka.

Stadt
Trier
Aktualisiert

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