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Moritz Joseph

Moritz Joseph erinnert an einen jüdischen Möbelhändler und sein Geschäft „Moritz und Senger“. Vor dem Zweiten Weltkrieg prägten jüdische Familien mit mehr als 120 Geschäften dieses Stadtgebiet. Der Laden versorgte die Gemeinschaft und sicherte Moritz Josephs Familie den Lebensunterhalt. Unter nationalsozialistischem Druck musste er das Geschäft an einen Konkurrenten aus Konz abgeben.

Die sogenannte Arisierung übertrug jüdische Betriebe an nichtjüdische Eigentümer, oft weit unter ihrem tatsächlichen Wert. Solche Enteignungen geschahen sichtbar im Alltag und zerstörten Eigentum, Arbeit und gesellschaftliche Zugehörigkeit. Moritz Joseph und Familienmitglieder wurden später in Lagern ermordet. Hinter dem Geschäft stehen deshalb nicht nur Verlust und Gewalt, sondern auch Alltag, Arbeit und die Hoffnungen einer Familie.

Stadt
Trier
Aktualisiert

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