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Frankenturm

Der Frankenturm steht in Deutschland als mittelalterlicher Wohnturm mit schlichter, wehrhafter Gestalt. Um das Jahr 1100 errichtet, bot er kirchlichen Amtsträgern ein Zuhause, das zugleich Schutz versprach. Kleine Fenster und der hochgelegene frühere Eingang erzählen von unsicheren Stadtbefestigungen.

Sein Sockel besteht aus großen Quadern antiker römischer Bauwerke und sichtbaren Schichten wiederverwendeter Ziegel. Besonders auffällig bleibt ein römischer Grabstein aus dem zweiten Jahrhundert, der kopfüber als Türsturz eingesetzt wurde. Die lateinische Inschrift ist noch lesbar und verbindet das mittelalterliche Mauerwerk mit älteren Lebensgeschichten. Eine hölzerne Treppe führte einst zum Eingang hinauf und konnte bei Gefahr eingezogen werden.

Im Mittelalter wurde der Turm teilweise abgetragen, bevor er im zwanzigsten Jahrhundert seine oberen Geschosse zurückerhielt. Restaurierte Bereiche unterscheiden sich heute klar von der historischen Substanz. Führungen und Veranstaltungen bringen neues Leben in die alten Räume, während die Mauern ihre wechselnden Funktionen sichtbar bewahren. Besonders eindringlich wirkt der umgedrehte Grabstein, dessen Schrift seit Jahrhunderten über dem Zugang steht.

Stadt
Trier
Aktualisiert

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