Carmen Sylva
Carmen Sylva begegnet dir an mehreren Orten in Timișoara, besonders im Park und im Pädagogischen Nationalkolleg. Dahinter steht Königin Elisabeth von Rumänien, die Gedichte unter diesem Pseudonym veröffentlichte. Sie war mit König Carol I. verheiratet und förderte Kunst und Bildung. So verbindet sich hier die Kulturgeschichte der Stadt mit ihren öffentlichen Grünflächen.
Das Pädagogische Nationalkolleg begann 1881 als private Mädchenschule mit vier Gymnasialklassen. Sein neugotisch-viktorianisches Gebäude entstand 1902 und 1903 nach Plänen von Iacob Klein und Leopold Baumhorn. Im Schuljahr 1936/1937 besuchten etwa 600 Schülerinnen zwölf Klassen. Nach wechselnden Bezeichnungen kehrte die Schule 2002 zu Carmen Sylva zurück und trägt seit 2018 ihren heutigen vollständigen Namen.
Der Park entstand auf der früheren Esplanade der Festung und wurde 1912 als Erzsébet Liget angelegt. Heute findest du dort einen sechseckigen Holzpavillon, einen beleuchteten Springbrunnen und einen großen Spielplatz. Immergrüne Bäume und neue Pflanzungen geben dem Ort seinen ruhigen Charakter. Während der sozialistischen Zeit hieß er vorübergehend Doina-Park, bevor er 2007 wieder Carmen Sylva erhielt.
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