Friedhof der Heimatlosen
Der Friedhof der Heimatlosen liegt in Westerland auf Sylt, an der Ecke Elisabethstraße und Käpt'n-Christiansen-Straße. Zwischen Stadt und Küste erinnern schlichte Holzkreuze an unbekannte Seeleute, deren Leichen an den Strand gespült wurden.
Wulf Hansen Decker gründete die Begräbnisstätte 1854, nachdem solche Toten zuvor oft den Elementen überlassen worden waren. Die erste Beisetzung erfolgte am 3. Oktober 1855, insgesamt fanden hier 53 nicht identifizierte Menschen ihre letzte Ruhe. 1907 endete die Nutzung, doch die Gedenkstätte bewahrt ihre maritime Geschichte bis heute. Nur Harm Müsker, ein 18-jähriger Seemann aus Holterfehn, wurde nach seiner Beisetzung 1890 erkannt.
Eine Gedenktafel erinnert an ihn und an den Besuch von Königin Elisabeth von Rumänien im Jahr 1888. Die Königin stiftete eine weitere Tafel mit einer Gedichtstrophe von Rudolf Kögel.
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