Sofie Guttmann
Der Sofie-Guttmann-Stolperstein liegt in Stuttgart im Pflaster und erinnert an ein Opfer nationalsozialistischer Verfolgung. Eine zehn Zentimeter große Betonplatte mit Messingoberfläche trägt den Namen und die Lebensdaten von Sofie Guttmann. Der Stein markiert den letzten Ort, an dem sie frei lebte, arbeitete oder studierte. Zwischen Gehweg und Alltag bewahrt dieses kleine Zeichen ihre Erinnerung an einem konkreten Ort.
Gunter Demnig initiierte das Stolpersteine-Projekt 1992 als dezentrale Form des Gedenkens. Die handgefertigten Steine erinnern an jüdische Menschen sowie an Sinti und Roma, Polen, Homosexuelle und weitere Verfolgte. Unauffällige Pflastersteine werden erst beim nahen Vorübergehen sichtbar und holen die Geschichte in den täglichen Weg. Lokale Schulen, Lehrkräfte und Geschichtsorganisationen recherchieren häufig die Angaben für solche Messingplatten. Stuttgart trägt damit Erinnerung nicht in ein fernes Denkmal, sondern direkt in seinen Gehweg.
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