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Markuskirche

Die Markuskirche steht im Heusteigviertel von Stuttgart-Süd, direkt neben dem historischen Fangelsbachfriedhof. Heinrich Dolmetsch entwarf den evangelischen Bau im Jugendstil für eine wachsende Stuttgarter Gemeinde. Verputzter Stahlbeton, Rundbogenfenster und romanische Portalsäulen prägen die äußere Erscheinung. Ein goldener Löwe schmückt den westlichen Giebel und verweist auf den Evangelisten Markus.

Der Grundstein wurde 1906 gelegt, die Einweihung folgte 1908 in Anwesenheit von König Wilhelm II. Der 48,5 Meter hohe Seitenturm gehört zu den frühen Kirchtürmen aus Stahlbeton weltweit. Seine geschwungene Kuppel führt vom quadratischen Sockel über ein Achteck in einen Kreis. Im Inneren verbindet die einheitliche Halle ein kassettiertes Tonnengewölbe mit Reliefszenen aus dem Markusevangelium.

Jugendstil zeigt sich an Türbeschlägen, farbigem Glas, Lampen und den Ausstattungsdetails der Sakristei. Die Orgel von E. F. Walcker besitzt 60 Register auf drei Manualwerken und einem Pedal. Ihr steinerner Prospekt gilt als der einzige seiner Art nördlich der Alpen. Eine Tafel erinnert an das Stuttgarter Schuldbekenntnis von 1945, während der Friedhof von 1823 Gräber von Nikolaus von Thouret und Carl von Schiller bewahrt.

Stadt
Stuttgart
Aktualisiert

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