Anna Falk
Der historische Spot Anna Falk stellt in Stuttgart das Stolpersteine-Projekt vor, ein dezentrales Gedenken an Opfer nationalsozialistischer Verfolgung. Der Name Anna Falk steht dabei im Mittelpunkt.
Stolpersteine erinnern am letzten frei gewählten Wohn- oder Arbeitsort an die Lebensgeschichten der dort erinnerten Menschen. Messingplatten tragen die Namen und Lebensdaten der erinnerten Menschen. Kleine Betonwürfel mit Messingtafeln verbinden diese Erinnerung mit dem alltäglichen Stadtbild von Stuttgart. Die einzelnen Steine werden jeweils von Hand gefertigt.
Das Projekt begann mit dem Gedenken an jüdische Opfer des Holocaust und bezieht weitere NS-Verfolgte ein. Dazu zählen Sinti und Roma, Polen, Homosexuelle und Menschen mit Behinderungen. Auch Jehovas Zeugen gehören zu den im Projekt genannten Gruppen der nationalsozialistischen Verfolgung. Die einzelnen Steine liegen unauffällig im Straßenraum. Dadurch können Passantinnen und Passanten einen Namen zufällig entdecken und kurz über ein vergangenes Leben nachdenken. Ein solcher Fund kann deinen gewohnten Weg unterbrechen. Die Inschriften machen aus einem unscheinbaren Wegstück einen konkreten Erinnerungsort innerhalb der Stadt. Der Name Anna Falk bleibt dabei im Stadtbild sichtbar. Das Stolpersteine-Projekt verbindet Geschichte, Stadtbild und persönliche Erinnerung in einer dezentralen Form.
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