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Chapelle Saint-Erhard

Die Chapelle Saint-Erhard steht in Frankreich als gotische Backsteinkapelle mit spitzbogigen Formen. Zwischen 1396 und 1428 gehörte sie zu einer größeren Kirche eines Hospitals.

Am 6. November 1716 zerstörte ein Brand Hospital und Kirche, während der polygonale Chor erhalten blieb. Danach rückten steil ansteigende Sitzreihen für Anatomievorlesungen in den Innenraum. Fast 200 Jahre lang kamen Studierende und Zuschauer aus ganz Europa zu Lehrveranstaltungen und Sektionen. Ein vermauerter Eingang trägt eine lateinische Inschrift und die Jahreszahl 1740, während eine barocke Tafel Professor Philippe-Henri Boecler erinnert.

Seit 1889 nutzt die protestantische Gemeinde den Raum wieder für Gottesdienste. Die neugotische Innenausstattung und eine Renovierung von 1972 bis 1974 prägen das heutige Erscheinungsbild. Ein Glasfenster von Ernest Werlé aus dem Jahr 1973 legt farbiges Licht auf die Steine. Zwei Ebenen bewahren die verschiedenen Aufgaben: Oben liegen Räume für das Hospital, unten bleibt der Ort des Glaubens und der Erinnerung.

Stadt
Straßburg
Aktualisiert

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