Puerta de Córdoba
Die Puerta de Córdoba steht in Sevilla als Stadttor an einem erhaltenen Abschnitt der mittelalterlichen Befestigung. Du siehst einen Durchgang, der einst Reisende auf dem Weg nach Córdoba empfing und die Stadt nach Osten öffnete. Seine Geschichte reicht bis in die römische Zeit zurück.
Der römische Vorgänger besaß einen großen Bogen für den Verkehr und zwei kleinere Bögen für Fußgänger. Diese Seitenöffnungen wurden im zweiten Jahrhundert zugemauert, ihre Spuren blieben jedoch in den angrenzenden Häusern sichtbar. Im neunten Jahrhundert ließ Abd ar-Rahman II. die römischen Mauern nach einem Wikingerangriff erneuern. Unter den Almoraviden entstanden im zwölften Jahrhundert die Befestigung und der Graben, die das heutige Tor prägten. Im sechzehnten Jahrhundert verlor der Durchgang seine militärische Aufgabe und kontrollierte stattdessen Waren an der Stadtgrenze. Renaissance-, Barock- und neoklassizistische Umbauten veränderten sein Erscheinungsbild, darunter Arbeiten von José Echamorro am Ende des achtzehnten Jahrhunderts.
Nach der Revolution von 1868 überlebte das Tor den Abriss großer Teile der Stadtmauern. Ein Gemälde der Jungfrau der Gnade aus dem achtzehnten Jahrhundert hängt noch heute im Hauptbogen. Bei Restaurierungsarbeiten im Jahr 2000 kam einer der zugemauerten Fußgängerbögen wieder ans Licht.Seit 2005 vermittelt ein Besucherzentrum an diesem Ort römische, muslimische und christliche Spuren.
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