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Pabellón de Hungría

Der Pabellón de Hungría steht in Sevilla und entstand für die Weltausstellung Expo ’92. Der ungarische Architekt Imre Makovecz entwarf ihn als organisches Bauwerk mit aufstrebenden Formen. Geschnitztes Holz im Volksstil und ein graues Schieferdach prägen sein ungewöhnliches Äußeres.

Makovecz verband dabei Anklänge an ungarische Dorfkirchen mit einer eigenständigen, fast märchenhaften Gestaltung. Im Inneren teilen zwei Bereiche die Architektur in ein westwärts und ein ostwärts blickendes Ungarn. Eine vereinfachte barocke Kirchenfassade führt zum westlichen Abschnitt. Dahinter formen gewellte, slawisch geprägte Fassaden mit geschnitzten Portalen den östlichen Raum. Diese Gegenüberstellung verweist auf Ungarns geografische und kulturelle Lage zwischen West- und Osteuropa.

Auf der Westseite steht der Lebensbaum als Geflecht aus Wurzeln und Ästen. Ein Glasboden gibt den Blick auf die gesamte Struktur unter den Füßen frei. In der ungarischen Folklore verbindet dieses Symbol Wachstum, Erde und Himmel.

Stadt
Sevilla
Aktualisiert

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