Catedral de Sevilla
Die Catedral de Sevilla steht in Sevilla, Andalusien, und gehört zu den größten Kirchen der Welt. Ihre gotische Anlage besitzt ein 42 Meter hohes Mittelschiff und die 104,5 Meter hohe Giralda. Vier Fassaden tragen insgesamt 15 Portale mit eigener Gestaltung und Geschichte. Seit 1987 gehört sie gemeinsam mit dem Alcázar und dem Archivo General de Indias zum UNESCO-Welterbe.
Auf dem Gelände stand eine 1198 vollendete almohadische Moschee, deren Minarett heute als Giralda fortbesteht. Der Patio de los Naranjos bewahrt Orangenbäume und einen Brunnen aus dieser früheren Anlage. Nach der Eroberung Sevillas 1248 wandelte sich die Moschee zur Kathedrale, bevor 1401 ein Neubau beschlossen wurde. Der Bau dauerte über hundert Jahre und verband gotische Formen mit späteren Renaissance- und plateresken Erweiterungen.
Die königliche Kapelle bewahrt die sterblichen Überreste Ferdinands III., Alfons’ des Weisen und Peters des Grausamen. Auch Christoph Kolumbus und sein Sohn Diego liegen hier begraben. Achtzig Kapellen gliedern das Innere, darunter die Kapelle des Heiligen Antonius mit einem Gemälde Murillos. Über dem Renaissance-Glockengeschoss steht El Giraldillo als sichtbarer Abschluss der ehemaligen Minarettanlage.
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