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Marianne Grunthal

Das Marianne-Grunthal-Denkmal in Schwerin erinnert am Bahnhofsvorplatz an eine Lehrerin und an ein Verbrechen der letzten Kriegstage. Der Ort liegt damit unmittelbar am Schauplatz ihrer Ermordung.

Marianne Grunthal stammte aus Zehdenick bei Berlin, studierte Pädagogik und unterrichtete später an der Robert-Heinrich-Schule. Im April 1945 floh sie mit einer Freundin aus Berlin und schloss sich Flüchtlingen nach Mecklenburg an. Am 2. Mai 1945 hielt sie sich am Schweriner Bahnhof auf. Die Nachricht von Hitlers Tod beantwortete sie erleichtert mit den Worten: „Gott sei Dank, dann gibt es Frieden!“ Daraufhin verhafteten nationalsozialistische Behörden sie, ließen sie schlagen und zum Tode verurteilen. Am Bahnhofsvorplatz versuchten SS-Männer zuerst, sie an einem Straßenbahnmast mit einem Seil zu erhängen. Das Seil riss, doch eine Drahtschlinge vollendete die Tat.

Der Bahnhofsvorplatz trägt den Namen Grunthalplatz und bewahrt damit die Erinnerung an sie und andere Opfer des NS-Regimes. Wenige Tage vor Kriegsende verbindet dieser Ort ein einzelnes Friedenswort mit der tödlichen Gewalt der Diktatur.

Stadt
Schwerin
Aktualisiert

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