Švarcmuiža
Švarcmuiža, auch Schwartzhof genannt, steht in Riga im Stadtteil Āgenskalns am früheren Ufer der Daugava. Du siehst dort ein Herrenhaus mit klaren Neorenaissanceformen. Pilaster, Giebel, Gesimse und Gebälk greifen Gestaltungselemente der antiken römischen Architektur auf. Der Architekt M. Holst prägte den heutigen Bau.
Seine Geschichte beginnt im siebzehnten Jahrhundert mit Heinrihs Hāgens, dem Präsidenten des Rigaer Konsistoriums. Schwedische Karten verzeichneten Hagenshof bereits an dieser Stelle. Später diente das Anwesen der Familie Schwarz als Sommersitz. Johann Georg Hamann lebte hier zeitweise als Philosoph und Schriftsteller. Nach einem Brand während eines Krieges entstand der heutige Bau im früheren Mittelpunkt des Anwesens. Nach der Aufhebung der Leibeigenschaft wurden die Ländereien aufgeteilt und an neue Bewohner Rigas verkauft. Schule, sowjetische Militäreinrichtungen und ein Archiv folgten als Nutzungen. Restaurierungen erneuerten die Fassade und die Innenräume. Besonders anschaulich bleibt der Wandel vom privaten Landsitz zum städtischen Gebäude.
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