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Hāmaņa muiža

Das Hamann-Herrenhaus steht im Rigaer Stadtteil Āgenskalns, der für seine Holzarchitektur und grünen Straßen bekannt ist. Der Holzbau entstand 1886 als Wohnhaus für Karl Hermann Rahlenbeck, den Direktor einer Drahtfabrik. Ein kleiner Turm, Säulen, Veranda, barocke Elemente, Zierschornsteine und eine Terrasse prägten ursprünglich seine äußere Gestalt. Als staatlich geschütztes Architekturdenkmal bewahrt es ein Beispiel für die hölzernen Herrenhäuser des späten 19. Jahrhunderts.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts beherbergte das Gebäude eine Bleistiftfabrik, einen Brennholzladen, eine Wäscherei und Wohnungen. 1917 entstand an der Baldones-Straße ein Kino mit etwa 300 Plätzen, das später den Namen „Komēta“ trug. Ein Brand beschädigte 2007 rund 200 Quadratmeter, ließ das Dach einstürzen und verbrannte große Teile der Wände. Nach Sicherungsarbeiten im Jahr 2013 begann 2019 die Restaurierung, die 2023 abgeschlossen wurde.

Heute verbindet der Bau historische Räume mit einer privaten Vorschule und Arbeitsplätzen für Unternehmer und kleine Unternehmen. Das Coworking-Angebot umfasst Schreibtische, Besprechungsräume, private Büros, schnelles Internet, Schließfächer, Kaffee und einen Lounge-Bereich. An den früheren Kinosaal mit ungefähr 300 Sitzen erinnert damit ein Ort, der wieder Bildung, Arbeit und gemeinschaftliches Leben aufnimmt.

Stadt
Riga
Aktualisiert

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