Gottesackerkapelle
Die Gottesackerkapelle steht östlich der Rheinfelder Altstadt mitten im Stadtpark und verbindet Grünanlage mit Stadtgeschichte. Die ehemalige römisch-katholische Friedhofskapelle entstand 1740 im spätbarocken Stil. Ihr Vorgänger gehörte zu einem Friedhof, den Rheinfelden 1598 nahe dem Kupfertorturm außerhalb der Stadtmauern anlegte. Schwedische Truppen beschädigten Friedhof und Kapelle 1633 und 1634 während der Belagerung. 1639 folgte die Instandsetzung, bevor Franz Altermatt den Bau 1740 vollständig erneuerte.
Der rechteckige Bau besitzt einen eingezogenen polygonalen Chor, rundbogige Fenster und einen kupfergedeckten Dachreiter mit spitzem Helm. Eine Vorhalle mit Walmdach und Holzsäulen schützt das Portal mit wiederverwendeten Steinen. Im Türsturz stehen die Jahreszahl 1740, Initialen und eine Steinmetzmarke. Im Inneren trennt ein schmaler Rundbogen den flach gedeckten Hauptraum vom Chor. Dort stehen ein spätbarockes Altarretabel, ein Gemälde der Vierzehn Nothelfer und ein Bild der Heiligen Ignatius von Loyola und Franz Xaver. Die Kapelle wurde 1969 und 1970 restauriert, erhielt eine Metzler-Orgel und ist heute profaniert.
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