St. Martin
St. Martin steht in Deutschland als spätromanische Saalkirche mit massiven Steinmauern und einem abgewalmten Satteldach. Besonders auffällig wirkt der Fassadenturm mit seinen markanten Treppengiebeln. Der mittelalterliche Kern stammt aus dem 13. Jahrhundert und verleiht dem Bau seine kraftvolle, beinahe wehrhafte Erscheinung. Ein Chor aus dem 14. Jahrhundert erweitert den ursprünglichen Kirchenraum.
Ab 1727 veränderte der Umbau des Langhauses die Proportionen des Innenraums. Dabei blieb die ältere Bausubstanz als sichtbare Grundlage erhalten. Rund um die Kirche zieht sich eine barocke Friedhofsmauer mit einem übergiebelten Tor. Dieser Durchgang markiert anschaulich den Übergang vom Alltag zum umfriedeten Erinnerungs- und Glaubensraum. Romanische Mauern, gotischer Chor und barocke Ergänzungen verbinden sich hier zu einem Bau, an dem mehrere Jahrhunderte ablesbar bleiben.
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