Sankt Fidelis
Sankt Fidelis steht in Deutschland als denkmalgeschütztes Bauwerk mit neubarocker Fassade, klarer Symmetrie und reich ausgearbeiteten Formen. Heinrich Hauberrisser entwarf die Anlage, die 1921 fertiggestellt wurde. Das ehemalige Kapuzinerkloster entstand nach der Aufhebung eines älteren Klosters und verband Glauben, Wohnen und Lernen. Türme und Rundbogenfenster prägen den ruhigen Eindruck, während die Architektur zugleich festlich und einladend wirkt.
Ein angeschlossenes Knabenseminar begleitete Generationen, bevor seine Räume 1972 an das benachbarte Goethe-Gymnasium übergingen. Die ehemaligen Mönchszellen dienen seit 1994 als Wohnraum für Studierende. Eine umfassende Renovierung in den Jahren 1976 und 1977 bewahrte die Kirche, die später als Filialkirche der Pfarrei Herz Marien genutzt wurde. Heute endet ihre liturgische Nutzung, doch Schule, Studentenwohnheim und geschützte Bausubstanz halten verschiedene Kapitel dieses Ortes sichtbar. Besonders eindrücklich bleibt der Wandel der Klosterzellen: Wo einst Brüder lebten, verbinden sich nun studentischer Alltag und die Spuren früherer Gebete.
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