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Neupfarrkirche

Die Neupfarrkirche steht auf dem Platz des ehemaligen mittelalterlichen jüdischen Viertels mit seiner Synagoge. Die jüdische Gemeinde wurde vertrieben, ihre Häuser und ihre Synagoge wurden zerstört.

Anschließend entstand hier zunächst eine Marienkapelle als Ziel einer Wallfahrt. Später begann die Stadt mit dem Bau einer steinernen Kirche. Für ihre Fundamente verwendete man teilweise Steine aus abgebrochenen jüdischen Häusern. Als die Wallfahrt nachließ, blieb der Bau unvollendet.

Nach der Reformation erhielt der Bau den Namen Neupfarrkirche und wurde zur ersten evangelischen Pfarrkirche der Stadt. Das helle Mauerwerk prägt den äußeren Eindruck der Kirche. Die Fassade verbindet klare Renaissanceformen mit erhaltenen spätgotischen Details.

Im Südturm liegt eine seltene Doppelwendeltreppe, während eine Kanzeluhr den Innenraum besonders prägt. Die Orgeln gehören zur Klanggeschichte dieses Ortes und bewahren eine jahrhundertealte Tradition. Der Zugang zur Kirche ist für Rollstühle geeignet.

Unter dem Platz liegen archäologisch untersuchte Reste des jüdischen Viertels und der Synagoge. Die Kirche verbindet heute Architektur, Gottesdienst und Erinnerung an jüdisches Leben sowie die Reformation. Herodes, Leid und Neubeginn bleiben an diesem Ort in Mauern, Fundamenten und erhaltenen Details sichtbar.

Stadt
Regensburg
Aktualisiert

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