Minoritenkirche
Die Minoritenkirche steht in Deutschland als dreischiffige gotische Basilika aus der Frühzeit des Franziskanerordens. Ihr weit aufragendes Langhaus gehörte zu den größten Kirchen eines Bettelordens in Süddeutschland. Um 1221 entstand hier eines der ersten Franziskanerklöster des Landes.
Ab etwa 1255 ersetzte der Bau eine kleine Kapelle und wuchs über mehrere Jahrzehnte. Um 1350 erneuerten die Mönche den Chor, danach füllten farbige Glasfenster den Raum mit wechselndem Licht. Fresken aus dem späten 15. Jahrhundert bedecken Langhaus und Chor mit Szenen aus Bibel und Klosterleben. Im Chor liegt die Grabplatte des Predigers Berthold von Regensburg.
Nach der Auflösung des Klosters am Ende des 18. Jahrhunderts diente die Kirche unter anderem als Lager, Zollhalle und Exerzierhalle. Der Kreuzgang und der spätgotische Klosterbrunnen haben diese wechselvolle Nutzung überdauert. Heute gehört der Bau zum Historischen Museum und verbindet mittelalterliche Architektur mit Konzerten und Ausstellungen. Farbiges Glas, alte Fresken und erhaltene Klosteranlagen machen jeden Rundgang barrierefrei zugänglich und anschaulich.
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Foto: Johann Rudolf RahnPublic domain 
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