Xhamia e Sinan Pashës
Die Xhamia e Sinan Pashës zählt zu den bedeutendsten Moscheen der osmanischen Zeit in Prizren.
Sofi Sinan Pasha, ein albanischer Staatsmann, ließ den Bau um 1600 beginnen und 1615 vollenden.
Ihre große Kuppel und ihr schlankes Minarett prägen die Stadtsilhouette.
Der quadratische Gebetsraum misst etwa 14 mal 14 Meter, während die Mauern rund 1,65 Meter stark sind.
Das Minarett ragt mehr als 43 Meter auf.
Am nördlichen Eingang führen Steinstufen zu einer offenen Vorhalle mit drei kleinen Kuppeln und runden Steinsäulen.
Im Inneren beleuchten Fenster auf mehreren Ebenen die Kuppel, den Mihrab und die bemalte Holzkanzel.
Blumenmotive und Kalligrafie verbinden dort osmanische Gestaltung mit späteren barocken Farbtönen.
Die Wandmalereien entstanden in drei Phasen, darunter zwei al secco ausgeführte Schichten aus dem 16. und 17. Jahrhundert.
Der steinerne Boden und die hölzernen Bauteile sind original erhalten.
Viele vermuten, dass Bausteine aus dem nahen Kloster der Heiligen Erzengel wiederverwendet wurden.
Restaurierungen in den 1970er-Jahren und zwischen 2007 und 2011 unterstützten den Erhalt der Moschee.
Seit 2016 steht sie unter dauerhaftem Schutz des Kulturerberats von Kosova.
Ein kleines traditionelles Café an der Südseite ergänzt den Ort mit einem Blick auf die Moschee.
Die Xhamia e Sinan Pashës verbindet Prizrens osmanische Geschichte mit islamischer Architektur und lokaler Bautradition.
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