Villa Jacobs
Villa Jacobs liegt in Potsdam leicht erhöht über dem Ufer des Jungfernsees. Ludwig Persius errichtete sie 1835 für den Zuckerfabrikanten Ludwig Jacobs im Stil eines toskanischen Landhauses. Zum Anwesen gehört ein acht Hektar großer Landschaftspark von Peter Josef Lenné. Von Schloss Klein Glienicke aus bildet die Anlage einen visuellen Blickpunkt und gehört zum UNESCO-Welterbe.
Pfingstberg blickt auf eine lange Weinbautradition zurück, die Alberto Bertini im 18. Jahrhundert mit Tafeltrauben begründete. Der lehmige Boden eignet sich besonders für Pinot-Rebsorten. 2011 pflanzten die Verantwortlichen eine alte, seltene Rebsorte neu, deren rote Weine als elegant und fein gelten. Die Arbeit im Weinberg erfolgt vollständig von Hand. Ein Winzer aus der Moselregion entwickelt den Wein am Erdener Prälat weiter.
Das Gebäude erlebte wechselvolle Zeiten: Prinz Alexander von Preußen mietete es 1886, Kaiser Wilhelm II. kaufte es 1896. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente es als Kindergarten der sowjetischen Armee. Nach dem Bau der Berliner Mauer verfiel es, brannte 1981 aus und wurde anschließend abgerissen. Stefan Ludes ließ die Villa 2005 und 2006 nach den ursprünglichen Plänen wiederaufbauen. Seit 2008 verbindet sie eine historische Wohnarchitektur mit einem Café und offenem Uferweg.
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