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Orangerie

Die Orangerie liegt im Neuen Garten von Potsdam und entstand von 1791 bis 1793 nach Entwürfen Carl Gotthard Langhans’. Der eingeschossige Bau erstreckt sich über 86 Meter und besitzt 26 fast bodentiefe Rundbogenfenster. An der Ostseite empfängt dich ein ägyptisches Portal, das von der Allee zum Marmorpalais aus den Blick auf sich zieht. Ein Giebeldach fällt zum westlichen Ende ab, während ein Risalit die Fassade gliedert.

Im Inneren öffnet sich der Palmensaal, der ursprünglich als Konzertsaal diente und naturalistische Palmenschnitzereien zeigt. Zwei je 25 Meter lange Pflanzenhallen flankieren ihn und bewahren Topfpflanzen mit milder Winterwärme. Ein stärker beheizter Raum nimmt kranke Pflanzen auf, während poröse Tonfliesen überschüssiges Wasser aufnehmen. Öffnbare Fenster und Deckenlüftungen halten die Räume trocken.

Als Theater und Opernhaus prägte der Bau zunächst das höfische Leben, bevor er bis 1945 vor allem Orangenbäume der Hohenzollern überwinterte. Nach dem Zweiten Weltkrieg litt die Substanz durch die Nutzung als Offizierskasino. Die Restaurierung begann 1953 und war 1994 abgeschlossen, sodass die ursprüngliche Funktion zurückkehrte. Junge Orangenbäume stehen dort weiterhin zwischen Architekturgeschichte und Gartenkultur.

Stadt
Potsdam
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