Kirche Hermannswerder
Die Kirche Hermannswerder steht auf der gleichnamigen Halbinsel in Potsdam und gehört zum Gelände der Hoffbauer-Stiftung. Roter Backstein prägt ihre neugotische Außenansicht mit hellem Kalksteinsockel. Paul Robert Lembcke entwarf die kreuzförmige Basilika mit Querschiff, deren quadratischer Westturm zweiundfünfzig Meter hoch aufragt. Spitzbögen und kräftige Strebepfeiler gliedern den quadratischen Turm.
Der Bau entstand zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts im Umfeld einer Stiftung, die Clara Hoffbauer zum Gedenken an ihren Mann gründete. Sie förderte die Bildung von Waisen aus dem gebildeten Bürgertum. Im Inneren treffen helle Wände und Gewölbeflächen auf farbiges Ziegelwerk sowie rippenlose Gewölbe. Eine Eichenkanzel und ein Eichenaltar stammen vom Potsdamer Tischler Eduard Schulz.
Die Kirche gehört zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und bildet einen geistlichen Mittelpunkt der Insel. Gottesdienste und gemeinschaftliche Aktivitäten verbinden den Kirchenraum mit dem Leben auf Hermannswerder. Die Orgel der Potsdamer Werkstatt Alexander Schuke besitzt dreiundzwanzig Register.
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