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Jute-Lofts

Die Jute-Lofts stehen in Potsdam in einem ehemaligen Industriegebäude aus dem Jahr 1863. Gelbe Ziegel, Zinnen und große Segmentbogenfenster prägen die Fassade. Das Bauwerk folgt dem sogenannten Burgenstil, dessen Fenster einst Licht und Luft in die Arbeitsräume führten.

Hier produzierte die Deutsche Jute-Spinnerei und Weberei zunächst Garn und Gewebe aus Jute. Die Brüder Arntz und die Familie Busch gründeten die Fabrik als frühen Mittelpunkt industrieller Textilproduktion in der Region. Bis zum späten 19. Jahrhundert wuchs sie zu einer der größten Jutespinnereien im Deutschen Reich. Wirtschaftliche Schwierigkeiten führten 1932 zum Verkauf, während ein Bombenangriff 1945 große Teile des Geländes zerstörte. Das Hauptgebäude blieb erhalten. Nach dem Fall der Berliner Mauer verfiel der Standort, bevor eine Renovierung von 2014 bis 2017 seine historische Gestalt zurückbrachte.

Heute verbinden moderne Wohnlofts die erhaltene Industriearchitektur mit zeitgemäßer Nutzung. Die geschützte Fassade bewahrt besonders die gelben Ziegel und die dekorativen Zinnen. In den großen Bogenfenstern lässt sich noch ablesen, wie industrielle Gestaltung einst den Arbeitsalltag bestimmte.

Stadt
Potsdam
Aktualisiert

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