Ionische Säulen
Die Ionischen Säulen stehen auf dem Ruinenberg in Potsdam, und wer sie zum ersten Mal sieht, hält sie womöglich für echt. Sie sind Nachbildungen, Teil einer künstlichen Ruinenlandschaft, wie sie im achtzehnten Jahrhundert in Mode war. Friedrich der Große, der die klassische Antike schätzte, ließ hier eine Kulisse errichten, die antiken Verfall vortäuscht. Zum Arrangement gehören ein dorischer Rundtempel, eine Ruinenmauer und eine kleine Pyramide.
Der nüchterne Zweck steckt hinter der Kulisse: Ein Wasserreservoir sollte die Brunnen des nahen Sanssouci-Parks speisen. Rund ein Jahrhundert später kam der Normannische Turm hinzu, den König Friedrich Wilhelm IV. errichten ließ. Ludwig Persius entwarf ihn nach dem Vorbild eines mittelalterlichen Wachturms. Er misst dreiundzwanzig Meter und bietet einen der besten Panoramablicke auf Potsdam. Im Inneren erläutert eine kleine Ausstellung das Wassersystem des Parks und die Idee hinter dem Ensemble.
Im Vergleich zu den Hauptattraktionen des Parks hast du es hier deutlich ruhiger. Die Ruhe hilft beim Hinsehen: Säulen, Tempel, Mauer und Turm ergeben zusammen eine einzige Inszenierung. Wer danach wieder an den Brunnen steht, sieht sie mit anderen Augen: Ihr Wasser sollte einst von diesem Hügel kommen.
- Stadt
- Potsdam
- Aktualisiert
Diese Seite aufs Handy holen
Die App ist kostenlos: Sobald du dort stehst, beginnt die Geschichte von ganz allein.
Orte wie diesen reiht myTuur zu Touren durch Potsdam. Du wanderst von Spot zu Spot, und an jedem beginnt die Geschichte genau dort, wo du stehst. In der App gibt es jede Geschichte zum Lesen und zum Anhören.
Was ist myTuur?
myTuur ist eine kostenlose App für Stadttouren aus einzelnen Spots. Sobald du an einem Ort ankommst, beginnt seine Geschichte, drei bis vier Minuten zum Lesen oder Anhören.
