Französische Kirche
Die Französische Kirche in Potsdam steht am südöstlichen Rand des Bassinplatzes zwischen Holländischem und Französischem Viertel. Sie ist eine evangelische Kirche mit ovalem Grundriss. Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff entwarf den Bau nach dem Vorbild des Pantheons in Rom. Ein breiter Portikus mit zwei Figuren markiert den Eingang. Seit den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs gilt sie als älteste erhaltene Kirche im historischen Stadtgebiet.
Der Bau entstand 1752 und 1753 für die wachsende französisch-reformierte Gemeinde Potsdams. Fast sechs Meter tief reicht das tragfähige Fundament. Zuvor entwässerte Jan Bouman das sumpfige Gelände mit dem Holländischen Bassin, nachdem es 1733 Teil der Stadt geworden war. Karl Friedrich Schinkel ergänzte später Kanzelwand und zweite Galerie. Napoleonische Truppen nutzten die Kirche zeitweise als Kavalleriemagazin, danach führten Vernachlässigung und Schäden zu weiterem Verfall. Restaurierungen in den 1980er Jahren endeten mit umfangreichen Innen- und Außenarbeiten im Jahr 2003.
Der Innenraum bewahrt die schlichte Ordnung reformierter Gottesdienste mit Kanzel, Bibel und Abendmahlstisch. Altäre und Kreuze gehören dabei nicht zum Raum. Eine hölzerne Galerie umgibt den amphitheatralisch angelegten Innenraum. Dort verkörpern zwei große Figuren Nächstenliebe und Hoffnung.
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