Sé do Porto
Die Sé do Porto steht in Porto und verbindet romanische, gotische, manieristische und barocke Architektur. Von außen erinnert sie mit ihren Zinnen, dem großen Rosettenfenster und der Stadtloggia an eine Kirchenfestung. Nicolau Nasoni errichtete die zur Stadt gerichtete Loggia 1736. Im Inneren führen kräftige Bündelpfeiler, spitzbogige Gewölbe und hohe Linien durch das Mittelschiff.
Die Hauptkapelle entstand um 1610 anstelle der mittelalterlichen Apsis und besitzt einen vergoldeten Altar aus dem 18. Jahrhundert. Nasoni malte die Wandbilder. Zwei Orgeln stehen über den Chorstühlen, während im Hochchor eine große Orgel von Georg Jann erklingt. Der silberne Altar der Sakramentskapelle entstand ab 1632 in mehreren Etappen und zeigt biblische Szenen zur Eucharistie.
Der gotische Kreuzgang begann Ende des 14. Jahrhunderts und trägt sieben Fliesenbilder mit Szenen aus dem Hohelied. Eine Treppe von Nasoni führt zum oberen Hof, von dem aus sich ein Panoramablick und Fliesenbilder mit ländlichen und mythologischen Szenen zeigen. Im angrenzenden Casa do Cabido bewahren neun Vitrinen Goldschmiedearbeiten, Gewänder und liturgische Bücher. Auf einem Treppenabsatz stehen ein bronzenes Lesepult von 1616 und die alte Stadtuhrglocke von 1697.
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