Glasscherbenvilla
Die Glasscherbenvilla steht in Passau und verbindet italienische Renaissance, Barock und frühen Jugendstil. Aristide Ostuzzi errichtete sie zwischen 1902 und 1903 mit Kreuzgiebeldach, zwei Erkern und markanten Turmhelmen.
Ihre Fassaden tragen Stuck, Glas, Porzellan, Terrakotta und Mörtel, die geometrische Muster und florale Ornamente bilden. In den Flächen stecken zerbrochene Teller, Terrinen, Krüge und Figurenfragmente aus lokalen Glas- und Porzellanbetrieben. Die ursprünglichen Pläne für ein schlichtes dreigeschossiges Wohnhaus setzte Ostuzzi deutlich aufwendiger um. Heute verteilen sich 476 Quadratmeter Wohnfläche auf zehn Wohnungen, während eine Restaurierung um 2000 die beiden beschädigten Turmhelme zurückbrachte.
Im Sonnenlicht funkeln die bunten Glas- und Porzellanscherben in der Fassade, die nach ihrer Reinigung ihren ursprünglichen Glanz wiedergewann.
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