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Glasscherbenvilla

Die Glasscherbenvilla steht in Passau als Wohnvilla und Baudenkmal mit einer auffälligen Fassade. Aristide Ostuzzi errichtete sie zwischen 1902 und 1903 nach eigenen, deutlich veränderten Vorstellungen. Das Gebäude verbindet italienische Renaissance, Barock und frühen Jugendstil unter einem Kreuzgiebeldach.

Stuck, Glas, Porzellan, Terrakotta und Mörtel bedecken die Fassaden in geometrischen und floralen Mustern. Lokale Glashütten und Porzellanfabriken lieferten dafür ausgediente Materialien. Zwischen den farbigen Scherben erscheinen Teller, Terrinen, Krüge und Figurenfragmente. Zwei Erker und zwei Turmhelme prägen die Vorderansicht, während die Rückwand ohne Schmuck bleibt. Die ursprünglichen Pläne von 1901 sahen ein schlichtes dreistöckiges Wohnhaus vor.

Eine Restaurierung um 2000 reinigte die Fassade und brachte die beschädigten Turmhelme zurück. Heute verteilen sich 476 Quadratmeter Wohnfläche auf zehn Wohnungen. Durch die Erker reichen bemerkenswerte Räume über den ersten, zweiten und dritten Stock. Im Sonnenlicht funkeln die eingearbeiteten Glas- und Porzellanstücke wie farbige Mosaike.

By
Passau
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