Hôtel Le Charron
Hôtel Le Charron liegt im 4. Arrondissement von Paris am Nordufer der Île Saint-Louis. Das Hôtel particulier gehört zur historischen Architektur der Insel. Sébastien Bruand errichtete das Gebäude zwischen 1637 und 1640 für Jean Charron, einen Finanzintendanten. Seine Lage auf der Seineinsel verbindet das Haus mit einem charakteristischen Stadtbild des alten Paris.
Von 1912 an nutzten die belgische Bildhauerin Yvonne Serruys und ihr Ehemann Pierre Mille die Räume als Atelier. Pierre Mille arbeitete als französischer Schriftsteller. Émile Bernard starb 1941 in diesem Haus, während der Vulkanologe Haroun Tazieff dort bis zu seinem Tod lebte. Damit verbanden sich in den Räumen Bildhauerei, Literatur, Malerei und Naturwissenschaft.
Eine Restaurierung unter der Aufsicht der Bâtiments de France bewahrte 1979 und 1980 die historische Substanz. Ladislas de Diesbach förderte die Arbeiten, Laurent Daum übernahm die architektonische Leitung. Seit 1988 steht das Gebäude als historisches Denkmal unter Schutz. Eugène Atget fotografierte es um die Wende zum 20. Jahrhundert für seine Dokumentation des alten Paris.
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