Hôtel de Mercy-Argenteau
Das Hôtel de Mercy-Argenteau steht am Boulevard Montmartre in Paris und gehört zu den frühen erhaltenen Bauten dieser Straße. Firmin Perlin errichtete das Stadtpalais 1778 für den Bankier Jean-Joseph de Laborde. Kurz danach erwarb es der Graf von Mercy-Argenteau, kaiserlicher Botschafter in Paris. Die diskrete Fassade verbirgt ein monumentales Vestibül, eine große Treppe und einen Salon im Louis-XVI-Stil. Korinthische Säulen prägen diesen Innenraum.
Ursprünglich besaß das Gebäude nur zwei Stockwerke, doch Erweiterungen machten daraus ein sechsgeschossiges Wohnhaus. Zwei Treppenhäuser an den Grundstücksenden verbinden lange, von Oberlichtern erhellte Korridore. Diese Anordnung ermöglichte Wohnungen verschiedener Größe. Über dem Innenhof entstand 1890 ein großer Festsaal, der Charles Garnier zugeschrieben wird. Die Französische Revolution kostete das Palais große Teile seines Gartens und seiner Nebengebäude. Boieldieu und Rossini wohnten hier, während die École des Arts Joaillers heute Ausstellungen zu Schmuck und Ornamenten beherbergt. Die erhaltenen Bereiche des ersten Obergeschosses verbinden sich mit der neuen Erdgeschossfassade, die bei der Umstrukturierung zwischen 2009 und 2012 entstand.
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