Église Saint-Sulpice
Die Église Saint-Sulpice steht an der Ostseite des Place Saint-Sulpice im sechsten Arrondissement von Paris. Mit ihrer doppelten Kolonnade und großen Rundbogenfenstern prägt sie den Platz und lässt viel Tageslicht ins Innere. Als drittgrößte Kirche der Stadt ist sie Sulpitius dem Frommen gewidmet.
Der heutige Bau entstand ab 1646 als zweites Gotteshaus an diesem Ort. Jean-Jacques Olier gründete hier die Gesellschaft von Saint-Sulpice und ein angeschlossenes Priesterseminar. Christophe Gamard, Daniel Gittard und später Gilles-Marie Oppenord sowie Giovanni Servandoni führten die Planung durch mehrere Bauphasen. Die Westfassade orientiert sich an Saint Paul’s Cathedral in London und wurde nach Servandonis Tod vollendet.
Im Inneren stehen zwei große Muscheln aus Venedig als Weihwasserbecken neben einer weißen Marmorskulptur Marias von Jean-Baptiste Pigalle. Die Große Orgel erhielt 1862 durch Aristide Cavaillé-Coll ihre heute berühmte romantische Klanggestalt. Ein Gnomon aus dem 18. Jahrhundert zieht eine Messinglinie über den Boden bis zu einem weißen Marmorobelisk. An dieser Meridianlinie ließ sich die Zeit der Tagundnachtgleichen bestimmen.
- Stadt
- Paris
- Aktualisiert

Foto: ZaironCC BY-SA 4.0 
Foto: MbztCC BY-SA 3.0 
Foto: Gilles-Marie OppenordPublic domain 
Foto: Giovanni Niccolò ServandoniPublic domain 
Foto: Louis Bretez / Claude LucasPublic domain
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