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Église Saint-Pierre du Gros Caillou

Die Église Saint-Pierre du Gros Caillou ist eine römisch-katholische Pfarrkirche in Paris und gehört zur Architekturgeschichte des siebten Arrondissements. Die Kirche wurde im Jahr 1833 vollständig fertiggestellt. Ihr Name erinnert an einen großen Felsen, der einst die Grenze zwischen zwei Pariser Pfarreien markierte. Gemeint sind die Pfarreien von Saint-Germain-des-Prés und Sainte-Geneviève. Die wachsende Bevölkerung im späten siebzehnten Jahrhundert überlastete Saint-Sulpice und verstärkte den Bedarf an einer neuen Kirche. Ein erster Vorschlag für einen Neubau entstand bereits im Jahr 1652. Der Bau begann 1733, doch Jean Chalgrins Entwurf von 1755 blieb wegen der Französischen Revolution unvollendet. Später wurde dieses Gebäude infolge der Revolution abgerissen.

1822 begann am selben Ort ein neuer Bau nach Plänen von Etienne-Hippolyte Godde, einem Architekten zahlreicher Pariser Kirchen. Die Fassade zeigt ein schlichtes neoklassizistisches Peristyl mit dorischen Säulen. Im Inneren tragen Reihen dorischer Pfeiler geschwungene Bögen unter einer gewölbten Decke mit plastisch gestalteten Rosen. Die 1971 errichtete Marienkapelle setzt dazu rechte Winkel und farbige Glasfenster. Ein Gemälde von Jean Batiste Marie Pierre zeigt den betenden Franziskus und ergänzt die Ausstattung der Kirche. Jean-Sylvain Bailly war der erste Bürgermeister von Paris. Seine sterblichen Überreste befinden sich ebenfalls in dieser Kirche.

Stadt
Paris
Aktualisiert

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