Église Saint-Médard
Die Église Saint-Médard steht als römisch-katholische Kirche in Paris und verbindet mehrere Bauphasen. An der Westfassade fällt ein großes Maßwerkfenster der Flamboyant-Gotik aus dem 15. Jahrhundert auf. Im Inneren treffen gotisches Langhaus und Renaissancechor aufeinander.
Die ersten drei Joche des Langhauses gehören zur Flamboyant-Gotik, während der Chor Renaissanceformen zeigt. Der Bau entstand zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert, unterbrochen durch die Religionskriege. Bereits 1163 belegt eine päpstliche Bulle die Kirche, deren Vorgeschichte bis zu merowingischen Gräbern reicht. Im 18. Jahrhundert besuchten Jansenisten wie Blaise Pascal den Ort, der mit den Konvulsionären verbunden war.
Während der Französischen Revolution blieb die Kirche zunächst geschlossen und öffnete später als konstitutionelle Kirche erneut. Kapellen bewahren Gemälde von Charles-Joseph Natoire und Francisco de Zurbarán. Die von François-Henri Cliquot gebaute Orgel trägt ein geschnitztes Eichenholzgehäuse des 17. Jahrhunderts mit Engelsfiguren.
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