Palazzo Arcivescovile
Der Palazzo Arcivescovile in Palermo entstand im fünfzehnten Jahrhundert im Auftrag des Erzbischofs Simone Beccadelli di Bologna. Ein Bogen und ein gotischer Turm verbinden ihn mit der Kathedrale. Die mittelalterliche Anlage bewahrt eine gotische Dreifenstergruppe und ein katalanisch-gotisches Portal mit neapolitanischem Einfluss. Das Portal zeigt weiterhin das Wappen des Gründers. Im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert erweiterten die Erzbischöfe den Palast, besonders unter Giannettino Doria. Ein großer Innenhof entstand, während Balkone zur Kathedrale weisen. Die Innenräume verbinden gotische und barocke Formen mit Dekorationen des neunzehnten Jahrhunderts. Erhaltene Fresken schuf Guglielmo Borremans zwischen 1733 und 1734. Das Diözesanmuseum nutzt die repräsentativen Räume als Hausmuseum und zeigt religiöse Kunst, Möbel und archäologische Funde. Eine Madonna der Perle stammt aus dem Jahr 1171. Weitere Räume zeigen Kreuze, Skulpturen von Domenico Gagini und Marmorreliefs von Antonello Gagini. Gemälde von Mario di Laurito und Pietro Novelli ergänzen die Sammlung. So verbindet der Palazzo die Residenz der Erzbischöfe mit Palermos religiöser und administrativer Geschichte.
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