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Palazzo Arcivescovile

Der Palazzo Arcivescovile in Palermo entstand Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts im Auftrag von Erzbischof Simone Beccadelli di Bologna. Der Palast steht neben der Kathedrale. Ein Bogen und ein gotischer Turm verbinden beide Gebäude miteinander und zeigen ihre enge historische Beziehung. An der mittelalterlichen Bausubstanz sind eine gotische Trifora und ein katalanisch-gotisches Portal mit neapolitanischem Einfluss erhalten. Das Portal trägt außerdem das eingemeißelte Wappen des Gründers.

Im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert erweiterten Umbauten den Palazzo erheblich, besonders unter Giannettino Doria zwischen 1608 und 1640. Ein großer Innenhof und Balkone zur Kathedrale ersetzten damals die ältere Loggia. Im Inneren bewahren Gewölbe und Wände Teile eines Freskenzyklus von Guglielmo Borremans aus den Jahren 1733 und 1734. Gemalte Scheinperspektiven prägen weitere Räume. Die grünen, gelben und blauen Salons zeigen zudem Deckenmalereien aus der Zeit von Giovan Battista Naselli.

Der Palazzo Arcivescovile beherbergt das Diözesanmuseum mit fünfzehn Räumen religiöser Kunst und historischer Funde. Die Sammlung umfasst Werke vom zwölften bis zum neunzehnten Jahrhundert. Dazu gehören die Madonna della Perla von 1171, eine Marmormadonna von Domenico Gagini und Skulpturen von Antonello Gagini. Archäologische Funde aus archaischer, byzantinischer und mittelalterlicher Zeit stammen aus dem Palast selbst. So verbindet das Gebäude gotische, barocke und neunzehnte Jahrhundertliche Elemente mit Palermos religiöser und administrativer Geschichte.

By
Palermo
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