Villa Grande
Villa Grande liegt auf einem Hügel von Bygdøy in Oslo und überblickt das umliegende Viertel. Der Bau begann 1917 unter Christian Morgenstierne und Arne Eide. Jens Zetlitz Monrad Kielland verkleinerte die ursprünglichen Pläne, bevor das Gebäude 1921 fertiggestellt wurde. Sam Eyde gab den Bau in Auftrag, später übernahm Henrik Østervold das Anwesen.
Während des Zweiten Weltkriegs diente die Villa Maria und Vidkun Quisling als Wohnsitz und trug den Namen Gimlé. Nach Quislings Verhaftung nutzte General Andrew Thorne die Räume 1945 als Hauptquartier der alliierten Streitkräfte in Norwegen. Pflegeheim und Ausbildungszentrum folgten, bevor 2006 das Norwegische Zentrum für Holocaust- und Minderheitenstudien einzog. Ausstellungen zeigen die Verfolgung und Deportation norwegischer Juden, den Widerstand sowie persönliche Geschichten und historische Gegenstände.
Unter dem Gebäude liegt ein Bunker, der vor Bomben schützen sollte und zugleich als Krankenhaus diente. Nach seiner Renovierung öffnete er 2014 für Besucher. Der Anbau Mino ergänzt die Villa um Ausstellungsräume, einen Klassenraum und eine Werkstatt. Seine erste Ausstellung behandelte Alltagsrassismus in Norwegen.
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