Tøyen hovedgård
Tøyen hovedgård steht im Botanischen Garten von Oslo und gehört zum Naturhistorischen Museum der Universität Oslo. Vor dir steht ein Holzbau von 1679.
Das Herrenhaus gilt als Oslos ältestes erhaltenes Holzgebäude und bewahrt Spuren eines weitläufigen Guts. Seine Geschichte reicht bis vor die Wikingerzeit zurück, als Landwirtschaft und Viehzucht die Gegend prägten. Ursprünglich gehörte das Land dem Nonneseter-Kloster, bevor Jens Bjelke es 1640 erwarb und vergrößerte. 1679 entstand nach einem Brand das heutige Haupthaus unter Jørgen Bjelke, dem Besitzer des einzigen Adelssitzes im Aker-Gebiet. Später teilten Maria Schøller und Wilhelm Wilhelmsen das Gut in kleinere Parzellen. Wilhelmsen ergänzte das Mansarddach und pflanzte Obstbäume sowie Weinreben.
Bei der Restaurierung 2006 und 2007 erhielt das Innere wieder Züge des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Rokoko und Louis Seize treffen dort auf Holzverkleidung aus den 1790er Jahren. Im Westflügel lädt ein Café mit Außenplätzen ein, während der Ostflügel zwei wechselnde Ausstellungen beherbergt. An der Außentreppe stehen Wilhelmsens Initialen und die Jahreszahl 1781. In einer Fensterscheibe des Ostflügels bleibt außerdem der eingeritzte Name Hans Nielsen Hauges sichtbar.
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