Saxegården
Saxegården steht in Oslos mittelalterlichem Stadtgebiet und verbindet ein heutiges Wohnhaus mit ältesten Spuren der Stadt. Das holzverkleidete Gebäude sitzt auf steinernen Gewölben, die vermutlich bis ins dreizehnte Jahrhundert zurückreichen. An der Hauptfassade erkennst du Louis-Seize-Formen, ein flach geneigtes zementgedecktes Dach und originale Türen.
Quellen erwähnen den mittelalterlichen Hof zwischen 1334 und 1414, dessen genauer Standort hier erhalten blieb. Nach der Familie Saxe beherbergte das Anwesen Bischöfe aus Hamar, bevor der Stadtbrand von 1624 das erste Haus zerstörte. Um 1800 entstand auf den alten Fundamenten der heutige, inzwischen dritte Bau von Stadtrat Ingstad. Die Brüder Schyberg übernahmen das Grundstück 1868, und die Renovierung der 1890er Jahre teilte es in vier Wohnungen.
Nach Leerstand und einer kurzen Besetzung im Jahr 2000 diente das Haus als Drehort für Uhu! Heute nutzen Organisationen und Kunstschaffende die Räume, während das Obergeschoss regelmäßig Kulturveranstaltungen aufnimmt. Hinter dem Haus erinnern Gartenreste und eine Gasse von der Oslogate an die frühere Anlage. Eine blaue Plakette an der Fassade markiert den geschützten Kulturdenkmalstatus.
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