St.-Wolfgangs-Kapelle
Die St.-Wolfgangs-Kapelle steht in Ochsenfurt und verbindet katholische Wallfahrt mit spätgotischer Architektur. Über dem Nordportal steht seit 1751 eine Wolfgangsstatue. Der nördliche Turm trägt eine Kuppel mit Laterne, die Michel und Mathes Collenberger 1737 und 1738 schufen. Ursprünglich besaß der Turm eine spitze Haube.
Der Bau begann 1466 an historischen Pilgerwegen durch Ochsenfurt, darunter der Fränkisch-Schwäbische Jakobsweg. Auch die Via Romea nach Rom führte hier vorbei. Im Inneren ordnen sich drei barocke Altäre um eine Renaissancekanzel aus Sandstein von Peter Dell dem Älteren. Ihr Schalldeckel zeigt eine Taube als Symbol des Heiligen Geistes.
Der Hochaltar von 1699 trägt das Wappen des Domkapitels, während sein Altarbild Wolfgang mit zwei Kirchenmodellen zeigt. Ein Modell trägt dabei eine spitze Haube. Zehn Gemälde an der Orgelempore erzählen Szenen aus Wolfgangs Leben, eines davon zeigt Ochsenfurt im Jahr 1623. An den Außenwänden erinnern Eisenringe an Pferde während des Pfingstritts.
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