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Pulverturm

Der Pulverturm steht an der südöstlichen Ecke der alten Stadtbefestigung von Ochsenfurt. Im Zwinger zwischen Hauptmauer und äußerer Mauer wirkt der quadratische Eckturm besonders massiv. Sein steiles Walmdach entspricht einer Bauform, die für Türme des 14. Jahrhunderts typisch ist.

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1397. Ursprünglich lagerten hier Schießpulver und Munition für die Verteidigung der Stadt. Später dienten zwei kleine Zellen als Gefängnis, während ein runder Vorturm das Verteidigungssystem ergänzte. Außen erkennst du noch Steine, die auf ein früheres Fallgatter hinweisen. Spuren einer Dreheinrichtung zeigen, wie Gefangene einst ihre Nahrung erhielten. Der nahe Stadtgraben bildet heute die Kulisse für den Flohmarkt beim Ochsenfest und das deutsch-französisch-italienische Weinfest.

Eine alte Überlieferung berichtet von einer Pergamentrolle in einer Bleikapsel im Turmknauf. Sie soll von einer teilweisen Zerstörung durch einen Blitzschlag erzählen. Gemeinsam mit Klingentorturm, Dickem Turm und Stadtmauer macht der Bau Ochsenfurts mittelalterliche Verteidigung anschaulich.

Stadt
Ochsenfurt
Aktualisiert

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