Tucherschloss
Das Tucherschloss steht in Nürnberg als Renaissance-Stadthaus aus Sandstein und zeigt, wie die Patrizierfamilie Tucher lebte. Die geschlossene Straßenfront folgt französischen Schlossvorbildern. Paulus Beheim entwarf den Bau für eine einflussreiche Kaufmannsfamilie, die später auch vom Brauwesen profitierte. Im Erdgeschoss erwarten dich eine spätgotische Halle mit Rippengewölbe, religiöse Gemälde und ein Relief des Sündenfalls.
Die Räume bewahren Porträts, Möbel und Wandteppiche aus Nürnbergs Blütezeit um 1500 sowie Kunstwerke aus späteren Jahrhunderten. Besonders auffällig sind ein silberner Doppelbecher von Wenzel Jamnitzer und Hans VI. Tuchers Porträt von Michael Wolgemut. Die oberen Etagen führen in Wohnräume und Bereiche für Gäste. Nach schweren Kriegsschäden entstand im Garten der Hirsvogelsaal neu, mit italienischen Renaissanceformen und Georg Pencz’ Deckenbild vom Sturz des Phaeton. Kostümführungen mit Katharina Tucher und ein digitales Audiospiel machen das Leben des 16. Jahrhunderts anschaulich.
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