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Hesperidengärten

Die Hesperidengärten liegen im Nürnberger Stadtteil St. Johannis und bilden eine Reihe barocker Gärten. Brunnen, Sandsteinfiguren und Zitruspflanzen prägen die kleinen Anlagen vor der früheren Stadtmauer. Hier entstand seit dem vierzehnten Jahrhundert Gartenland, nachdem innerhalb der Altstadt Obst-, Gemüse- und Kräutergärten verschwanden. Nach dem Ende des Ersten Markgrafenkriegs von 1449 entwickelte sich ein grüner Kranz um die Nürnberger Altstadt.

Patrizierfamilien und Kaufleute gestalteten die Flächen im sechzehnten bis achtzehnten Jahrhundert nach italienischen, niederländischen und adeligen Vorbildern. Im Burgfriedensbereich lagen einst 360 Gartenanlagen, von denen etwa 70 Prozent Zitruspflanzen kultivierten. Bitterorangen und Zitronen verbanden die Nürnberger Gartenkunst mit der griechischen Sage von den goldenen Äpfeln. Johann Christoph Volkamers zweibändiges Werk Nürnbergische Hesperides machte diese Gartenwelt zwischen 1708 und 1714 weithin bekannt. In den frühen 1980er Jahren wurden einige Anlagen rekonstruiert, darunter ein barocker Garten mit historischem Gartenhaus aus Mauerwerk bei Hausnummer 13.

Stadt
Nürnberg
Aktualisiert

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